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Montag, 4. Mai 2020

Was tun? Teil II - [KD-Serie zu möglichem, neuem Brauchtum]


[Bild: Schöner Wohnen . Rom im Juli 2019]

2020 - das Jahr, in dem ehemalige, große Männer auf die Idee kommen, sich von niemanden sagen zu lassen: "Sie sollten sich die Hände öfter und länger waschen".

2020 - das Jahr, in dem sich alte Linke nicht von jungen UmweltaktivistenInnen vorschreiben lassen wollen, wie sie zu leben und zu konsumieren hätten.

2020 - das Jahr, in dem der Konsumfaschismus in sich zusammenfällt, und - die, die vorgaben, "dagegen zu sein" für eben diesen Wahn auf die Straße gehen.

2020 - das Jahr, als uns in (as)sozialen Netzwerken zu dämmern begann: "Dass Intelligenz und Dummheit nicht auf gleichberechtigter Augenhöhe, auf den gleichen Diskursfeldern existieren können, weil damit alle zivilisatorischen Ansätze vernichtet werden."

2020 - das Jahr, als endgültig klar wurde - dass - Diktaturen und Präsidial-"Demokratien" schwere Krisen nicht ohne große Menschenopfer und anarchisches Chaos durchstehen können, parlamentarische-demokratische Ansätze aber, viel leistungsfähiger sind und die Opferzahlen dadurch "überschaubar" klein bleiben.

2020 - das Jahr, als sich herausstellte, dass Demokratie von freien Märkte ausgelöscht wird und neoliberaler Terror ein Totbringer ist.

2020 - das Jahr, als sich Nationalismen als tödlicher Anachronismus enttarnten - und eine Weltgemeinschaft im Überlebensmodus, mehr schlecht als recht, aber doch, zum erste Mal in der Geschichte der Menschheit, ("irgendwie") zusammenstand.

Wie jetzt solidarisch handeln und die Mitmenschen über Wasser halten, währenddessen die Rettungspakete der Regierungen wieder versagen und in den Rachen von zukunftsunfähigen Finanzmärkten, Rüstungsbetrieben, insolventen Banken und Autoindustrien geworfen werden ?

LANG LEBE DIE SPENDE. Betteln oder abgeben, ist die neue Form einen schönen, guten Tag zu wünschen.

In Berlin hängen manche Menschen Lebensmittel, Schlafsäcke und Zelte an ihre Gartenzäune, so offensichtlich, dass Obdachlose und Bedürftige darauf zugreifen können. Dieses Modell sollte Schule machen, es löst nicht die heraufkommende soziale Katastrophe, aber es ist ein erster, Hoffnung generierender und vor allem solidarischer Schritt.

Auch wir - die, viel beschworenen, kleinen Leute, können die bedingungslose Grundsicherung, ganz ohne Website-Start Up-Flausen, einführen. Wenn alle, die noch ein wenig Geld haben, ihre Münzen aus der Tasche holen sobald sie um eine Spende gebeten werden und sich nicht beschämt wegdrehen, auch wenn sie nur Arbeiter, Angestellte oder kleine Selbstständige sind, dann ist vielen geholfen. Je breiter die 10 - 50Cent Spende praktiziert wird, desto menschlicher wird die Welt.

Selbstberuhigung oder schlimmer noch Selbstbetrug mit Argumenten wie: "Das sind ausländische Profibettler.", "Selber Schuld, hätten Die mal nicht soviel gesoffen oder Drogen genommen.", "Sollen sich eine Arbeit suchen." und ähnlicher Unfug sind am Ende nur unmenschliche Bosheit oder eine Form der minderwertigkeits-komplex-getriebenen Verzweiflung. Niemand muss religiös sein um etwas abzugeben von dem, was er oder sie hat.

Das bedingungslose Existenzgeld wird so schnell nicht kommen, es würde das Strafregime "Kontrolle, Macht, Ausbeutung und Raub durch Lohnarbeit gepaart mit konsumistischen Abhängigkeiten" ad absurdum führen und gänzlich aushebeln.

In diesem Sinn: "Abgeben was abgegeben werden kann und nehmen was tatsächlich gebraucht wird." Reichtum beginnt, finanztechnisch gesehen, erst bei einer Million jederzeit frei und privat verfügbaren Euros. Alles darunter sind, in dieser Region der Erde, eher die armen Leute. Neiddiskussionen helfen dieser Tage nicht weiter...Finanztransaktionssteuern ab 100 000,- Euro und Marktregulierungen aber schon.

Am Ende noch eine Kritikdesign-Plattitüde: Wem dies alles zu unrealistisch erscheint, der/die ist auf der falschen Website. Sie und er könnten jetzt, wo die Worte schon mal durch die Ganglien gepurzelt sind, darüber nachdenken, wie realistisch Verbrennungstechnologien, hochgerüstete Nationalstaaten, Autobahnen und privatwirtschaftliches Wachstum, ohne neu zu besiedelnde Planeten, eigentlich tatsächlich sind.

Viel Freude und Kreativität im Reality Check 2020 ihr KD.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Abstand halten - the future is bright!

Im Übrigen bin ich der Meinung das Trumpismus zerstört werden muss.

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If fear and malice are seen as reasonable, resistance becomes a civic duty.

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