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Mittwoch, 17. Oktober 2018

Unteilbar bedeutet nicht Spaltungen zu überwinden.



Unteilbar bedeutet, erstmal, nicht Spaltung zu überwinden, unteilbar ist vom Begriff her kommend zeitlich vor einer „Spaltung“ angesiedelt. Insofern ist eine Kundgebung oder Demonstration die sich #unteilbar auf die Fahnen schreibt, KEINE Veranstaltung um eine schon gespaltene Gesellschaft wieder zusammen zu bringen.

So eine Kundgebung müsste dann #versöhnung genannt werden. Wobei , bei genauer Betrachtung, die Anspielung auf die Söhne, wieder nur eine Gruppe der Gesellschaft meint und die Töchter ausschließt.

Ach ja - Sprache ist schon was Schönes/Schreckliches, es kann soviel gesagt werden, ohne zu wissen oder zu bemerken was eigentlich gesagt wird.

Die Unteilbar-Demo in Berlin war ein traumhaftes, großes Zeichen an alle die, die sich von Menschlichkeit und Demokratie schon abgespalten haben. Sie meinte Wir - die progressiven, vernünftigen, demokratischen, sozialen, mitfühlenden, vor-schrittlichen aber auch verwirrten und trotzdem dialogbereiten Kräfte lassen uns nicht trennen.

Nicht teilbar wegen der Hautfarbe, der Länderzugehörigkeit, des Geschlechtes, der sexuellen Neigung, des Vermögens, der religiösen Neigung, der Kunst oder den politisch divergierenden Ansichten.

Wir sind nicht teilbar, so verschieden wir auch sein mögen, da uns Hass, Rassismus, Faschismus, Rüstungsindustrie, religiöser Wahn, Gewalt oder einfach nur selbstzerstörerische Angst nicht zu trennen vermögen.

Egal ob sie sich pseudolinks sammeln zu versuchen, mit Deutschlandfahnen herumwedeln oder mit gelbem Haarersatz im weißen Haus herumhampeln – wir gehen dem Trennenden nicht auf den Leim. 242 000 TeilnehmerInnen lernten den Spaltpilzen das fürchten.

Klar, dass konservative Kräfte, links wie rechts, das nicht so gut fanden. Noch klarer, dass alle verkappten Hassprediger von Bild über die Welt nach FAZ bis hin zum Spiegel jedes erdenkliche Körnchen an stumpfsinniger Propaganda verwenden um dieses Zeichen, des Untrennbaren in aller Verschiedenheit, doch noch irgendwie zu diffamieren.

Die Antifa war dabei, wobei sich die Frage stellt warum gerade in Deutschland Antifaschismus so verhasst ist? Leninisten und Trotzkisten waren auch da, wie es scheint jagen die hohlen Gespenster der Vergangenheit den hohlen Geistern der Gegenwart immer noch mächtig Angst ein. Muslembrüder schlichen sich auch ein, ob die nun Kreide gefressen haben um die Ungläubigen zu unterwandern (auch die momentane Strategie der AfD, nach ihrem Naziaufstandsdebakel in Chemnitz…) oder ob die ein Lernprozess bei den Kopfwindelträgern in Gang gesetzt wurde ist letztlich egal.

Deutschlandfahnen waren auch nicht gern gesehen. Ja warum auch, die Deutschlandfahne steht schon länger nicht mehr für bürgerliche Revolution (1848) oder zahnlosen bürgerlichen Widerstand gegen den deutschen Faschismus in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Heute steht sie für eine gekaufte Fussball WM 2006, für Neo-Nazi und AfD Aufmärsche und im besten Fall noch für Dieselskandal, tödliche Rüstungsindustrie und eine destruktive Finanzhegemonie in der EU.

Palästinenserfahnen, andere muslimische Verbände, Israelfahnen waren auch dabei, na und - wenn Palästinenser, Muslime und Juden gemeinsam mit Schwulen, Lesben, Christen, Grünen, Anarcho-Syndikalisten, Altkommunisten, Sozialdemokraten und Partykonsumisten ein Fest feiern wollen – sehr gut – so ist die Welt von heute.

Die #unteilbar Veranstaltung war kein großer politischer Aufbruch, es wird auch nicht wirklich viel daraus entstehen können. Zu vielschichtig sind die Probleme der Gegenwart, zu unbewusst die eigenen Interessenslagen jedes Einzelnen und vor allem zu perfide und rücksichtslos sind die, die aus Spaltung, National- und Protektionismus Profite ziehen.

Aber sie war ein wichtiges Zeichen an alle konservativen und totalitär tickenden Rückschrittler, Querfrontler und Faschistenversteher . So einfach sind die Menschen nicht zu teilen - insofern sie menschlich und nicht hysterisiert-unmenschlich geworden sind.

Mit statistisch gesehener Sicherheit waren bei 242 000 TeilnehmerInnen, sogar Drogendealer, Vergewaltiger, potentielle Terroristen, CSU&AfD Wähler, Islamisten, fundamentalistische Christen, Gewalttäter, Verfassungschützer, Geheimdienstler und vielerlei andere dunkle Kräfte dabei. Dies als infantiles Sandkistenargument gegen das Anliegen von #untrennbar vorzubringen und damit die ganze Veranstaltung relativieren zu wollen, zeugt von Wirklichkeitsverweigerung und Aufmerksamkeitsstörung - manche müssen eben alle Anderen scheiße finden um sich selbst besser zu fühlen.

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If fear and malice are seen as reasonable, resistance becomes a civic duty.

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