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Sonntag, 17. Februar 2019

Die Lage ist hoffnungslos – das sollte mensch aber nicht zu ernst nehmen…


[Klassenkrieg von Oben nach Unten - kann, wie die Geschichte lehrt, auch wieder umgedreht werden...]

Ein Blick ins Bücherregal einschlägiger Amazon Interneppläden, die Lektüre hysterischer, vom digitalen Tsunami gefährdeter Printmedien oder die (as)sozialen Medienfakes des Web 2.0, genügt – dystopisches Weltuntergangsgekuschel aller (Nicht-)Orten.

Die Lage ist hoffnungslos, die Welt am ewigen Rande des Abgrundes. Waffenlobbyisten, organisierte Kriminelle, Oligarchen, geschlossene Fonds, "das Klima ist auch nicht mehr das was es einmal war" und obsolete Banken feiern die Niedrig-Zinsorgie der im lustvollen Leiden vereinigten, gefallenen Staaten der Erde.

Baby Hitlers und grenzdebile oder bösartig, mafiöse Präsidenten dominieren die tagespolitische Berichterstattung. Plazebo-Information als Nachricht, das homöopathische Globoli der Medienwelt, - mittlerweile so irrsinnig, dass sich in manchen Teilen der Welt, die Menschen nach Stasi oder KGB zurücksehnen, dem Ost-Facebook seiner Zeit.

Und ja, es gibt sie die Probleme und Verbrechen, aber nicht wirklich dort wo sie in der öffentlichen Diskussion verortet werden.

Ein Beispiel: Wir leben in einer Zeit der umfassenden, mittlerweile seit zwölf Jahren andauernden globalen Finanzkrise, die sich u.A. aus dem grottenschlechten und stümperhaft durchgezogenen Putsch* der Neoliberalen ergab. (*Schon dreist irgendwie die Machtübernahme ganz offen, über einige Jahrzehnte verteilt, durchzuziehen und dann noch die Opfer, in ihrer gespaltenen Existenz, zu verhöhnen...die Rechnung aber langfristig ohne die Opfer zu machen, ist eben stümperhaft und grottenschlecht...)

Das Niedrigzinszeitalter wird aber in absehbarer Zeit zu Ende gehen müssen - so oder so. Und - haben Sie sich das schon einmal überlegt, was dies tatsächlich bedeutet? Die Zinsen werden steigen, die Kredite werden über Nacht teurer und für viele unbezahlba. Die auf Pump finanzierten Eigentumswohnungen, SUV`s und anderer Konsumkram, wird für eine breite Masse nicht mehr zu erwirtschaften sein. Delogierungen, Gerichtsvollzieher-Olympiaden, Räumung ganzer Straßenzüge, Verarmung und Gewalt werden die unmittelbaren Folgen sein.

Nur ein kleines Beispiel dafür, was ins Haus steht. Abgesehen davon, dass selbst wenn die Finanz-, Auto-, Digital-, und Waffenindustrie (Konzernstrukturen) ganz offen die Weltherrschaft übernimmt, es ihr unmöglich sein wird, gegen eine durchdrehende und hungernde Multitude zu bestehen. Da werden selbst die Halbschuhfaschisten unserer Tage, als sechste Kolonne der Konservativen, Neoliberalen und Marktradikalen, nur armselig an sich selbst ersticken.

Ohne Ende könnte mit der Schwarz - oder besser geschrieben, Braunmalerei fortgefahren werden. Dies wäre aber zu schlicht und sinnfrei. Die Lage ist hoffnungslos, dies sollte aber niemand wirklich zu ernst nehmen. Vor uns liegt auch eine Zukunft der unbegrenzten Möglichkeit und dies ist am Ende alles was zählt. Nicht ein Festhalten an einem, durch und durch, verfaultem Status Quo oder an selbstbetrügerischen, demokratischen Ansätzen - die nie wirklich welche waren, sondern mit vollem Risiko rein in den Wechsel. In den "Turn Over" wie der populärreligiöse, deutsche Informatiker sagen würde.

Digitalisierung kann auch den radikalen Rückbau von Bürokratie bedeuten und das Ende von korrumpierten Berufspolitikerexistenzen auf dem Misthaufen des Peter Prinzips. Effizienz und Demokratie kann auch das Ende der Verbrennungsmaschine sein – egal wieviele weiße Opas ihre Autos bedingungslos lieben. Viele Dinge sollte mensch vielleicht auswachsen lassen. Kostenwahrheiten werden die Konzernkiller der Zukunft und Autoresponse Algorithmen/„Hochfrequenzhandel“, wird die Börsen, in ihrer heutigen Form, aus dem Weg räumen.

Bargeldloser Zahlungsverkehr wir erst mach dem Ende der Banken tatsächlich funktionieren. Die Vermüllung und der Raubbau an der Erde wird viele Geschäftsmodelle nachhaltig ruinieren. Diese Prozesse sind derzeit an ihrem Anfang, genau darum ist die Arbeit der vernünftigen Kräfte, einerseits anstrengend und Nerven aufreibend, aber andererseits auch so produktiv und progressiv modernisierend wie schon lange nicht mehr.

Die alten Nationalstaats-, Konzern-, und Finanzmarktsysteme mit ihren "Neuen Rechten", in indiskutabel vorgetragener Barbarei, gebiert eine Gegenbewegung auf Seiten der Verlierer die nicht blöd sind und progressiven, aufgeklärten Gesellschaftsteilen. Die Demographie trägt ihr Schärflein bei, und Kinder und Jugendlichen entwickeln sich über Protestbewegungen, elektronische Vernetzung und Ausbildung zu gewichtigen, politischen Kräften.

Hardt / Negri scheinen mit ihrer Theorie zu Empire und Multitude (erschienen 2000) recht zu behalten. Und eben da ist jedes Subjekt ein Teil der Multitude (Menge...) und des Empire darum kann die Multitude auch das Empire einfach nur fallen lassen und "umdrehen".

Das gilt für alle Menschen auf diesem Einen Planeten, mit diesem Einen Finanzmarkt, und diesem Einen Internet - egal wie "es" das immer auch ein "wir" ist ,auseinander strebt - die Verknüpfungen,Vernetzungen und Verschränkung sind nicht aufzulösen. So gilt die Hoffnungslosigkeit die sich zu oft in Hass, Gewalt und Barbarei überträgt für Alle. Genau darum sollten mensch die Hoffnungslosigkeit nicht zu ernst nehmen.



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If fear and malice are seen as reasonable, resistance becomes a civic duty.

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