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Samstag, 8. April 2017

Das Automobil kehrt dahin zurück wo es herkommt - in den Krieg ...


(Bild: Der organisierte Amoklauf hat eine lange Tradtion und eine noch längere Geschichte...)

Das "zivile" Kraftfahrzeug als Waffe ist eine Modeerscheinung des Terrors geworden. Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Schweden mussten in den vergangenen Monaten erleben, was passiert wenn die Autobahn lebendig wird. Das Auto wird zur Waffe, die billigste Form der erweiterten Selbsttötung hat sich zur kosteneffizentesten Terrortaktik gemausert.

Die tatsächliche Häufigkeit der "suicide by car" Selbsttötungsakte ist noch nicht erhoben. Es ist eine, speziell bei Männern in Lebenskrisen, vorkommende Methode, sich ohne der Schmach des nachweisbaren Selbstmordens aus dem Leben zu verabschieden.

In der durch Internepp- und Televisonspropaganda befeuerten Informationshysterie des beginnenden 21 Jahrhunderts, ist die Rückbesinnung auf das Kraftfahrzeug, als Waffe des kleinen Mannes, nur logisch und konsequent. Es hat den Anschein als ob sich der Täter, bewusst oder auch nicht, als radikaler Verlierer empfindet, der in einem finalem Akt aus diesem Dilemma auszubrechen versucht bzw. sein krude zusammengezimmertes Weltbild durchzusetzen versucht. Zumindest im kleinen Rahmen für sich selbst, im Sinn von "Ich habe getan was ich konnte".

Die zeitgenössische, religiös aufgeladene Hetze gegen die angeblich gewaltbereiten1,57 Milliarden Muslime meist befeuert von einer nicht minder gewalttätigen Christenheid (ca. 2,2 Milliarden Menschen) schafft ein Klima des verteilten Dauer-Weltkrieges, in dem jeder Anhänger dieser Mörderreligionen sich dazu berufen fühlen kann - selbst und alleine das Lenkrad der "Autogewalt", durchaus auch im Sinne einer automatisierten Aufforderung zum Kampf, in die Hand zu nehmen.

Aus einem kleinen, unscheinbaren, von Selbstzweifeln gebeutelten Schreckens-Männchen wird ein Gotteskrieger, Freiheitskämpfer oder was auch immer für "MedienheldenSsupermänner" in den Köpfen der Täter herumspuken mögen. Der KFZ-Schütze kann so aufsteigen in den Olymp der medialen Aufmerksamkeit. Wenn er, zu allem Überfluss, auch noch der muslimischen Gemeinde angehört, dann kann er sich auch Bekennerschreiben und andere Kinkerlitzchen sparen - die Medienlandschaft wird ihn trotzdem feiern. Es war noch nie einfacher als heute vom kleinen Spinner zur Medienikone aufzusteigen. Dass diese Taktik meistens das genaue Gegenteil dessen bewirkt, was sich der Krieger virtuell auf seinen Kotflügel schrieb, kümmert ihn nicht.

Im Fall der Lastkraftwagenentgleisung in Schweden haben die geistigen Väter des "Amokfahrers" erreicht was sie wollten. Die grenzfaschistoiden Sicherheitsdebatten, ihre angeblichen Notwendigkeiten zum Schutz der Menschen (??) und damit die Beendigung einer freien, pluralen Gesellschaft des Westens ist ein Stück weiter vorrangeschritten.

Wenn der schwedische Regierungschef Stefan Löfven erklärt, dass Schwedens Grenzen geschlossen seien, und man würde alles machen, um die Menschen zu schützen: "Terroristen wollen, dass wir uns fürchten …, dass wir nicht unser normales Leben führen, aber das ist es, was wir machen werden. Terroristen können niemals Schweden besiegen, niemals", dann verkennt er die Lage grundsätzlich und in ihrer ganzen Tragweite.

Schweden wurde besiegt, genauso wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Die Menschen sollen Zuhause bleiben, Furcht herrscht in den Strassen und die Grenzen werden immer wieder geschlossen. Die sinnlose Kameraüberwachung und totale Kontrolle aller Kommunikationtechnologien sind zur Gänze ein Sieg derer, die die Moderne und damit verbundenen Errungenschaften der Aufklärung, bis hin zu unseren pluralen, demokratischen Gesellschaftsmodellen vernichten wollen.

Insofern sitzen immer zwei im Auto, zur Zeit sind dies ein irgendwie mit Allah verbundener Wirrkopf und ein weisser Christen-Herrenmensch, der vom Verhalten des Wirrkopfes profitiert, indem er die Richtigkeit der Vernichtung des "wirren" Beifahrers als politische Programm immer wieder auf die Tagesordnung politischen Geschehens bringen kann.

Und so fährt unser Panzer auch weiterhin im Sturmwind dahin, dass die Abschaffung der Kraftfahrzeuge ein kluger Schachzug wäre, der Attentate, Feinstaubtote, Klimaheizung und Energiekriege verhindern würde, kann man weder der Gesellschaft noch den Lenkern derselben klarmachen. Der Medienhype um Amokfahrer müsste aufhören, dies wird aber nicht geschehen, das lustvolle Gruseln am Leid der Anderen ist eine zu gute Einnahmequelle, Werbung für Billigterror zahlt sich aus.

Das Automobil in seiner heutigen Form hat sich selbst besiegt, wir sind einfach nur zu dumm und beschränkt um dies zu erkennen. Außerdem macht Gas geben Spass - speziell in deutschen Landen scheint dies eine liebgewonnene Tradition mit Milliardenbonus geworden zu sein - da ist auch eine Neagitv-Werbekampagne in Zeiten des aufkommenden Gigaliners durchaus willkommen.

Apropos - Gute Fahrt ...

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