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Mittwoch, 13. April 2011

Offener Brief an die Verantwortlichen der HSH Nordbank


Offener Brief an die Verantwortlichen der HSH Nordbank und deren Eigentümer die Stadt Hamburg und das Land Schleswig Holstein.

Sehr geehrte Damen und Herren

Bezüglich des Kunsthauses Tacheles und der angrenzenden Flächen möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir jetzt schon rein vorsorglich gegen die augenscheinlichen Praktiken der HSH Nordbank und die Investoren Anno August Jagdfeld und mutmaßlicherweise Harm Müller Spreer Bedenken anmelden und darauf hinweisen, dass wir im Eintrittsfall Strafanzeige erstatten werden.

Begründung:
Das Verhalten der HSH Nordbank bezüglich der Zwangsversteigerung der Flächen am Tacheles legt den dringenden Verdacht nahe, dass eine "Ausbietungsvertagslösung" mit mutmaßlicherweise Harm Müller Spreer vorbereitet wird. Beim Ausbietungsvertrag handelt es sich um ein Vertragswerk, der im Vorfeld (und Ihren Hinterzimmern) zwischen versteigernder Bank und Käufer (Investor) abgeschlossen wird, darin wird ein fixer Kaufpreis vereinbart egal wie hoch der Käufer bei der öffentlichen Versteigerung bietet. Andere Kaufinteressenten wären chancenlos, dies ist klar wettbewerbsverzerrend.

Als Beispiel folgender rein hypothetischen Fall:
Harm Müller Spreer und HSH schließen einen Ausbietungsvertrag über 30 Millionen Euro, anschließend bietet Spreer 80 oder 100 Millionen in der öffentlichen Versteigerung. Der Bank aber muss er nur 30 Millionen laut Vertrag bezahlen und schon wäre die Öffentlichkeit betrogen und das Filetstück weit unter Wert verscherbelt.

Das ist offener Betrug an den Steuerzahlern und der Öffentlichkeit, unserer Rechtsauffassung nach ist dies strafrechtlich relevant.

Die zweite Variante eines betrügerischen Vorgehens wäre:

Ein Investor kauft Anno August Jagdfelds Bredero Gesellschaft den dritten Gläubigerrang im Grundbuch ab und sitzt somit als Käufer selbst im Gläubigerkonsortium, das die Zwangsversteigerung betreibt. Auch dies wäre unserer Rechtsauffassung nach strafrechtlich relevant und würde zu einem Verkauf unter Preis führen.

Gerade diese Praktiken zerstörten die Finanzmärkte im Immobiliensektor und lösten die Finanzkrise aus, sie verzerren den von ihnen gepriesenen "freien Wettbewerb" und pervertieren Wirtschaft im Allgemeinen.

Überdenken Sie Ihre Politik und Ihr Vorgehen, Sie schaden damit der Bundesrepublik finanziell und zerstören die Mitte Berlins.

Stoppen Sie das und bekennen Sie sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung, bis heute wurde schon großer Schaden verursacht, dies muss aufhören.


Beste Grüße

Kunsthaus Tacheles

PS: Ach ja.......

DIE MAUER MUSS WEG UND DAS WASSER MUSS HER !

DEMONSTRATION AM TACHELES 16.04.2011 - 15.00h

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Kommentare:

  1. Liebe Mitglieder des Kunsthaus Tacheles,

    was habe ich nicht schon alles in Eurem "heiligen" Haus erleben können. Ist zwar schon ein paar jahre her, tut aber nichts zur Sache. Interessant war´s immer.
    Euren Beitrag habe ich mit großem Interesse gelesen, da die Pressemeldungen zu Eurem Verkauf in der letzten Zeit ja zunahmen.

    Ich drücke Euch den linken und den rechten Daumen, das der Verkauf für Euer ehrenwertes und wichtiges Haus einen guten Abschluß findet.

    Es wäre eine Schande für die Berliner Kulterszene, ein Stück Off-Kunst an Investoren zu verhökern, die langfristig eh nur an der Immobilie interessiert sind und nicht an den dort arbeitenden und lebenden Künstlern. Und das sind die Leute aus´m Tacheles.

    Wie gesagt, beide Daumen sind gedrückt.

    Liebe Grüße aus Weißensee,

    Euer Andreas Krasselt.

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  2. vielen vielen Dank wir bleiben am Ball!

    Die Kunst wird den Finanzmärkten nicht weichen!

    liebe Grüße aus dem Tacheles/Berlin - Mitte

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