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Freitag, 14. Dezember 2012

Griechisch lernen mit GM und Opel

(Bild: Autoschau 2016 ... Die "vereinigten liberalen Autowerke Deutschland", kurz VLAD genannt, präsentieren ihr neuestes Modell "Panzer im Sturmwind XXXXL" inklusive Bordkanonen, Enterhakenwerfer und Hassverstärker)




Die absehbare Opelschließung zu Bochum zeigt den Menschen hierzulande, wie es sich anfühlt, ausgelutscht und mit trockenen Zahlen wegretuschiert zu werden. Griechischkurs für Deutsche vom großen Pädagogen namens "freier Wettbewerb" vermittelt durch die Fachlehrkraft General Motors. So ist das also, wenn Menschen aus anderen Gegenden der Welt über Leben und Not entscheiden. Jetzt kann sich der Bochumer Autobauer griechisch fühlen. Der Wahnwitz der Lohnarbeit ohne wenn und aber, auch wenn die Welt dabei zugrunde geht, steht einmal mehr am Pranger des konsumistischen Misswirtschaftens.

Autos und die dazugehörigen Asphalt-/Betonbahnen erinnern dann doch irgendwie an den Sieg um jeden Preis bzw. die Erfindung der Autobahn durch unsere braunen Vorväter. Dass dieses Lieblingskonzept der europäischen Autobahnherrenmenschen ausgerechnet vom Ausland aufgrund knallharter freier Marktinteressen geschwächt und teilweise beendet wird, ist kein Treppenwitz der Geschichte sondern ein Griechischkurs für Krisenanfänger.

Vielleicht hilft diese Autobauerkrise, den Blick vom imaginierten Olymp des selbsternannten Euroretters zu klären. Dass eine dreckschleudernde Automarke verschwindet, weil die behauptete Freiheit des Marktplatzes nur eine Form eines zivilisierten Krieges ist solange sich dieser rechnet, ist kein Verlust. Es ist ein Gewinn mit Potential zu Erkenntnis und dergleichen mehr.

Der Autobauer per se sollte sich eigentlich fragen, ob diese uralte, defakto unmögliche (7 Milliarden Menschen wollen 7 Milliarden Autos und ersticken daran...) Technologie nicht ebenso unrealistisch ist, wie die ewige Wachstumswirtschaft in kapitalistischem Sinne. Böhse Opelz sind nur das Vorspiel, längst knirscht es in den Autobanken. Unsere Arschkarte wird sein, dass wir in ein paar Monaten damit rechnen dürfen, diese Autoverschenkinstitute mit unseren Steuergeldern retten zu dürfen, wieder auf Kosten des gemeinsamen Schul-, Gesundheits- und Sozialsystems und alles nur, weil wir Gas geben wollen bis der Erstickungstod eintritt.

Darum an dieser Stelle DANKE an General Motors für ihren, sicherlich unbeabsichtigten, Realitycheck, der uns Wirtschaftswunderphantasten aufgezwungen wird.

Darum heute schon Avantgarde sein, fordern Sie jetzt schon:
Keine Autobankenrettung mit Steuergeldern der Kinder, Alten, Rad/Bahnfahrer und Fußgänger !

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