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Freitag, 5. Dezember 2014

Retro-Blitzkrieg, endlich zurück in der Zukunft

(Bild: die blitz-super-schnellen, konsumfaschistischen Truppen der NATO werden auch mit neuestem Unterwassergerät ausgerüstet...)

Zitat "Junge Welt" 05.12.2014.../ Mit einer »Speerspitze«, einer »superschnellen Eingreiftruppe«, will die NATO militärisch Front gegen Russland machen, dem die westliche Allianz, ohne handfeste Belege vorzulegen, eine »Bedrohung« der osteuropäischen Mitgliedsstaaten vorwirft. Der weitere Aufmarsch gegen Moskau stand am Dienstag im Mittelpunkt eines Treffens der NATO-Außenminister in Brüssel. »Angesichts der fortgesetzten und bewussten Destabilisierung der Ukraine durch Russland«, erklärte dort der Generalsekretär des Militärpakts, Jens Stoltenberg, werde die NATO »weiter ihre feste politische Unterstützung für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine zeigen« – die übrigens der NATO nicht einmal angehört. In einer gemeinsamen Erklärung behaupten die Minister trotzdem unverdrossen, das russische Vorgehen gefährde die Sicherheit der Ukraine und habe »ernsthafte Auswirkungen« auf die Stabilität und Sicherheit »in der gesamten europäischen Atlantikregion« – zu der nach den geographischen Vorstellungen des Pakts offenbar das Schwarze Meer gehört.

»Eine besonders prominente Rolle«, .../ soll bei der Aufstellung dieser »Very High Readiness Joint Task Force« (VJTF, Gemeinsame Einsatztruppe mit sehr hohem Bereitschaftsgrad) Deutschland spielen. Das sei aber nur »Zufall«, wiegelte die Deutsche Presseagentur gestern ab: »Das 1995 gegründete Deutsch-Niederländische Korps in Münster diente schon zweimal – 2005 und 2008 – als NATO-Bereitschaftstruppe nach dem alten Modell.../ Zitat Ende.


Juchee - bald fährt unser Panzer wieder im Sturmwind dahin, dass die Holländer diesmal nicht überfallen werden wollen sondern selber in die Räuberkiste greifen, kann als Ergebnis des letzten Blitzkrieges in der Region gewertet werden. Klare Feinbilder, blitzschnelle Kräfte zu Land, Luft und See sind in der Lage »leicht reisen und hart zuschlagen« (Zitat: Anders Fogh Rasmussen/NATO) und aus dem Kalten Krieg 2.0 ein Blitzkrieg Remake zu machen. Gerade in Zeiten von "sozialen" Medien und konzerndiktierter Globalisierung der manipulierten Märkte, ist dies kein Widerspruch sondern zwingende Logik. Die Atomisierung des Selbstwertgefühles des Einzelnen, genauso wie von ganzen sozialen Gruppen, mittels einer Digitalisierung des Emotionalen, schafft diffuse Existenzangst vom Individuum bis zu ganzen "Völkern". Desinformation und Hyperkommunikation wertet Gerüchte auf, zu einer individuell zusammenstellbaren Scheinwahrheit, die zu jeder Art von Legitimation mißbraucht werden kann.

Insofern ist die schnelle Truppe nichts Neues, sondern eine konsequente Strategie im Umgang mit der weltweiten Krise der Finanzen. Hätte die Ukraine-Krise nicht stattgefunden, hätte man sie erfinden müssen. Gibt es Besseres als hausgemachte Probleme auszulagern in Regionen die niemand wirklich überblickt, wo Herr und Frau Medienkonsumentendödel mit leicht frivolem Grausen lustvoll mitleiden bzw. mithassen kann. Sofort fielen alle in die guten alten Muster des ewigen europäischen Krieges zurück. Die Errungenschaften weltweiter Kommunikation und Bildungspolitik der vergangenen 6 Jahrzehnte löste sich über Nacht in die alttestamentarische "Auge um Auge, Zahn um Zahn - Giftsuppe" auf. Die globale, seit 2007 tobende, Krise des Finanzkapitalismus gebiert alte Monster, oder besser ausgedrückt, dem Räuberischen ist wieder einmal die Maske abhanden gekommen. So werden aus Menschen innerhalb weniger Krisenjahren wieder völlig verblödete Nationalisten, Gläubige oder sonstige Phantasten, die sich mit dumpfer Propaganda selbst erhöhen um alles und jedes tun oder eben lassen zu können. Da wundert es nicht, wenn der Blitzkriegsgedanke wieder fröhliche Urstände feiert, es bleibt zu hoffen das die Russen das nicht auch so sehen, ansonsten viel Spass beim Hauen und Stechen für das christliche Abendland, fragt sich nur für welches?

Wie wollen die Holländer eigentlich über den Ural, die haben doch keine Ahnung von Bergen?

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